Call for Papers

31. dgv-Studierendentagung
31.05. bis 03.06.2018 in Jena

UTOPIA – Sollen? Können? Dürfen?

Zentrale Begriffe unseres Faches haben derzeit Konjunktur: Wie oft fand „Kultur“, insbesondere in Verknüpfung mit „Identität“, Eingang in die gesellschaftlichen Diskurse der jüngeren Vergangenheit und wie oft wurden diese Begriffe für ganz bestimmte politische Absichten reklamiert? Verstörend für uns erscheint dabei, wie diese Begriffe aus unseren kulturwissenschaftlichen Kontexten herausgelöst und verengt werden. Sie dienen in politischen Auseinandersetzungen häufig zur Legitimation parteiischer Interessen, Ausgrenzung und Abschottung. Von Kultur als offenem, dynamischen Rahmen für das Zusammenleben heterogener und hybrider Identitäten ist wenig zu hören.

Überhaupt wird in gesellschaftlichen Diskursen sehr viel in die Vergangenheit und viel zu wenig in die Zukunft geschaut – und das während oft von einer Spaltung der Gesellschaft, einer Unmöglichkeit der Diskussion und der Suche nach Alternativen die Rede ist. Zeit ist es, nach vorn zu Blicken über die ausgetretenen Pfade hinaus! Mit der Möglichkeit unseres Faches, Kultur und Gesellschaft immer wieder neu zu denken und zu interpretieren, möchten wir auf der dgv-Studierendentagung 2018 bestimmte „Orte“ in den Blick nehmen, die unerreichbar sind und doch handlungsleitend werden könnten:

UTOPIEN.

Während die Tagung 2017 in Freiburg mit der Frage „Doing what?!“ über die Themenfelder unseres Faches hinausgegangen ist und unsere Rolle in der Gesellschaft zur Diskussion gestellt hat, möchten wir die grundlegenden Fragen zu gesellschaftlicher Relevanz unserer Wissenschaft aufnehmen und weiterdenken. Dass sich die Kulturwissenschaft nicht in einer innerfachlichen Nabelschau erschöpft, sondern durchaus der Welt etwas zu sagen hat, schien klar am Ende der vergangenen Tagung.

Wir wollen nun den Schritt zu jenem Anderem, dem nur Erträumbaren wagen, um einmal mehr klarzumachen, zu zeigen, wie weit man gehen kann, sollte und darf. Wie wollen und können Menschen im 21. Jahrhundert in globalen Zusammenhängen zusammenleben und wie wollen sie sie verändern? Welche Utopien werden dabei entworfen und sichtbar? Wozu dienen diese? Können sie eine angemessene Antwort in unserer gesellschaftlichen Rolle darstellen?

Utopisches versteckt sich überall – wir suchen Beiträge aus kulturwissenschaftlicher Perspektive in verschiedensten Formen: ob Workshop, Vortrag oder Debatte. Schickt uns eure Vorschläge und Visionen mit kurzem Konzept bis zum 28.02.2018 an dgvstudierendentagung@uni-jena.de.

Adresse:

FSR Volkskunde/Kulturgeschichte

Seminar für Volkskunde/Kulturgeschichte

Zwätzengasse 3 07743 Jena

Herunterladen als PDF

Werbeanzeigen